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Wie erhält man eine Pflegestufe

Der Leistungsantrag

Wer erstmals Leistungen der Pflegeversicherung beantragt, benutzt hierfür am besten den besonderen Vordruck, den Ihre Pflegekasse für ihre Versicherten bereithält und den Sie in der Regel auch telefonisch bei Ihrer Pflegekasse anfordern können. Mit diesem Vordruck werden einige Daten abbgefragt, die Ihre Pflegekasse aus organisatorischen Gründen zwingend für eine rasche Bearbeitung des Leistungsantrags benötigen. Das Attest eines Arztes zur Pflege-bedürftigkeit ist nicht notwendig.

Das Gutachten

Leistungen der Pflegeversicherung kann nur derjenige erhalten, dessen Pflegebedürftigkeit „amtlich" festgestellt worden ist. Ihre Pflegekasse holt hierzu ein Gutachten des Medizinischen Dienstes ein. Damit sich der Gutachter (Arzt oder Pflegefachkraft) ein genaues Bild vom individuellen Hilfebedarf des Pflegebedürftigen machen kann, muss dieser sich auch einen persönlichen Eindruck vom sozialen Umfeld des Pflegebedürftigen verschaffen, z. B. zur Wohn- und Pflegesituation. Notwendig ist deshalb ein Hausbesuch des Gutachters, der natürlich vorher angekündigt wird. Bei stationärer Pflege kommt der Gutachter ins Pflegeheim. Nur in Ausnahmefällen kann auf den Haus- oder Heimbesuch verzichtet werden. Zwischen Ihrem Leistungsantrag und der Entscheidung Ihrer Pflegekasse zu Ihren Leistungsansprüchen vergeht eine gewisse Zeit, weil die Begutachtung im Interesse des Antragstellers sorgfältig geprüft werden muss.
Wichtig für Sie: Die Bearbeitungszeit Ihrer Pflegekasse geht nicht zu Ihren Lasten. Im Falle der Anerkennung von Pflegebedürftigkeit leisten wir rückwirkend ab Anspruchsbeginn.


Das Gutachten - Entscheidungsgrundlage der Pflegekasse

Der Gutachter des Medizinischen Dienstes äußert sich zur Pflegebedürftigkeit und zur Pflegestufe. Ihre Pflegekasse folgt bei ihrer Entscheidung in der Regel den Empfehlungen des Gutachters. Jeder Versicherte, der einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung gestellt hat, erhält von seiner Pflegekasse einen schriftlichen Bescheid mit konkreten Angaben zu seinen Leistungsansprüchen.
Der Gutachter legt regelmäßig auch einen Termin für eine Wiederholungs-begutachtung fest. Ihre Pflegekasse veranlasst diese zum angegebenen Zeitpunkt von sich aus. Sollte schon vorher wegen einer Verschlech-terung des Gesundheitszustandes ein höherer Hilfebedarf eintreten, kann selbstverständlich auch der Pflegebedürftige den Anstoß für eine frühere Wiederholungsbegutachtung geben (Ihrer Pflegekasse genügt z.B. ein telefonischer Hinweis).